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Alternativen (Varianten)

Durch jede Änderung des Sprechertextes entsteht eine Text-Alternative, bzw. Text-Variante. Ob diese Alternativen jeweils für den Sprecher einzeln zu vergüten sind, hängt in der Regel davon ab, ob sie als Motive anzusehen sind oder nicht. Ein Motiv ist eine Fassung eines Spots. Jede Änderung des Spots (z.b. durch Textalternativen, aber auch durch Bildänderungen etc.) lässt ein neues Motiv entstehen, für das der Sprecher honoriert werden muss.

Textalternativen sind in jedem Fall einzeln zu vergüten, wenn AuftraggeberIn bereits zu Beginn der Aufnahme mehrere Textmanuskripte vorlegt, weil er/sie sich erst im Nachhinein entscheiden möchte, welche Alternative die passendste ist. Ein Beispiel hierfür sind die drei Sätze:

  • "Steirisches Kernöl - ein Hauch Österreich"
  • "Steirisches Kernöl - so schmeckt Österreich"
  • "Steirisches Kernöl - Österreich pur"

Diese drei Varianten des Textes sind ohne Zweifel als eigenständige Alternativen anzusehen und zu honorieren.

Mitunter ist es aber nicht eindeutig, bzw. eine Ermessensfrage der Sprecherin bzw. des Sprechers, ab welcher Qualität der Textänderung eine neue Variante berechnet werden soll. So kommt es zum Beispiel häufig vor, dass SprecherIn und AuftraggeberIn während der Aufnahme gemeinsam feststellen, dass ein zu langer Text leicht zu kürzen ist, oder dass eine Satzumstellungen den Text flüssiger klingen lässt. Die Änderung des Textes lässt in solchen Fällen zwar technisch gesehen eine neue Textalternative entstehen, die allerdings nicht als solche honoriert werden muss, da hier nicht die Herstellung mehrerer Alternativen / Varianten im Vordergrund steht, sondern der Prozess, gemeinsam den Feinschliff zur besten Version des Textes für die Aufnahme vorzunehmen.

Das gleiche gilt für alternative Aussprache- bzw. Betonungsoptionen, die mitunter eingesprochen werden, weil sich SprecherIn und AuftraggeberIn nicht sicher oder einig sind, welche Variante korrekt ist. Hier ist es durchaus sinnvoll, mehrere Varianten kostenfrei einzusprechen, damit der Kunde im Nachhinein die gewünschte Aussprache auswählen kann.

Als Faustregel kann gesagt werden:

Werden verschiedene Text-Alternativen eingesprochen, weil diese im weiteren Prozess der Produktion als Varianten von Bedeutung sind oder als Motive ausproduziert werden (z.B. mehrere angedachte Auswertungen oder das Testen durch Marktforschung unterschiedlicher Versionen gegeneinander), handelt es sich zweifelsfrei um einzelne zu honorierende Varianten.

Entstehen allerdings auf dem Weg zum EINEM besten Ergebnis der Aufnahmesession unterschiedliche Varianten, die im weiteren Produktionsprozess nicht weiter von Bedeutung sind, empfiehlt es sich, diese nicht als Text-Varianten zu berechnen.

Das Abrechnungsmodell der Session Fee ermöglicht es, eine/einen SprecherIn nicht nach Anzahl der zu sprechenden Motive abzurechnen, sondern nach der Arbeitszeit im Studio.


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